Eckdaten
Kategorie:
Abenteuer + Berichte
Ort:
-
Bewertung:
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Beschreibung:
Ein Tag in der Bikearena Ischgl-Samnaun.
Werner, Udo und ich sind nach Samstäglicher Telefonralley übriggeblieben (Virus!) und so ist die Xiberger Truppe, die Sonntag morgens um 08.15 Uhr bei der Padratschbahn in Ischgl eintrudelt, recht überschaubar.
Zum Auftakt erwartet uns gleich eine angenehme Überraschung: die freundliche Dame an der Kassa verrechnet uns den günstigen Gästetarif und so kostet die Tageskarte für die Schischaukel nur schlappe 20.-€. Beim Einsteigen die nächste positive Überraschung: der Liftbedienstete schnappt sich die Bikes und hängt emsig je eines davon an eine Stange an der Außenseite der Umlaufgondeln. Darob fürbaß erstaunt, haben wir einzig mit Zuschauen Arbeit.
Eine lange Auffahrt, eine kurze Abfahrt über die Schipiste zur nächsten Bahn, diesmal eine Sesselbahn, bei der wir das Bike auf den Bügel gewuchtet bekommen, und flugs sind wir ganz oben am Idjoch und an der Schweizer Grenze. Die ist auf 2750 Hm und noch immer haben wir keinen einzigen Schweißtropfen vergossen. Das soll sich ändern.
In einem souligen Grenztrail geht es im Auf und Ab des Grates entlang, wobei uns das Auf in der spürbar dünnen Luft ebendiese gnadenlos nimmt. Gehört ja auch dazu.
Schließlich ist das Ende des (übrigens perfekt ausgeschilderten) Grenzkammtrails erreicht und wir schuften uns auf einem etwas eigenen Trail ins Samnaun hinunter. Nicht nur eigen sondern heute auch noch pitschnass und rutschig und überhaupt saumäßig knackig; Hut ab vor dem, der das fährt!
Wieder ein wenig Seilbahn fahren und bald verlassen wir die Schweiz und surfen den Vellil Trail nach Ischgl hinunter; das sind vom Idjoch aus glatte 1.500Hm Trail am Stück! Lustig sind dabei die CC Fahrer, auf die wir immer wieder mal in Grüppchen stoßen. Mit dem Gelände kommen die meisten ja offensichtlich noch so einigermaßen klar, was Streß zu bereiten scheint sind Bremsen im Hitzesreß - für uns mit den Gustl´s weniger das Thema.
Trotz all den tollen Trails bleibt allerdings ein etwas schaler Nachgeschmack: Was hier in einer Höhe von fast 3000m mit schwerem Gerät verbaut, planiert, plattgewaltzt, verbetoniert und mit kaltem Stahl "verziert" wird, hat meines Erachtens die Grenzen einer vernünftigen Nutzung alpinen Raumes längst hinter sich gelassen. Aber das ist wohl Ansichtssache.
WEITERE GENIALE BILDER UNTER: http://www.xitrail.com