Eckdaten
Kategorie:
Abenteuer + Berichte
Ort:
-
Bewertung:
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Beschreibung:
Zen oder die Hohe Kunst des "pflätschnassen" Trailens.
Julius, Ralf, Rene, Udo und Werner, das ist das Quintett, das sich heute, nach Tagen heftigen Regens an einen Supertrail im Vorarlberger Vorderland heranmacht.
Nach ein paar kleinen Querelen -wir konnten Udo nach langer Nacht fast nicht auftreiben- stapfen wir in der vormittäglichen Sonne durch aufsteigende Dunstschwaden gegen den Berg. Die Temperatur steigt ebenso wie der Dunst und die Luftfeuchtigkeit beträgt wohl gegen 100%; das Wasser tropft nur so an den erhitzten Körpern herunter.
Sind heute ja nur ein paar wenige 100 Höhenmeter und der Gipfel mit seinem properen Edelstahl Gipfelkreuz ist schnell erreicht. Und heute gibt´s ein Gipfelfoto, ja Gipfel & Foto & mit uns allen drauf, einem freundlichen Wanderer sei Dank.
Da oben ist´s auch recht schön, mit den paar Wnderern auf dem Gipfel läßt es sich vortrefflich Blödreden und Sprücheklopfen. Der Wille zur Abfahrt kommt nicht so richtig bzw. etwas verzögert auf, kein Wunder bei dem nassen Dreck. Trotzdem, anziehen und etwas lustlos in die ersten Meter reinrollen, äh reinrutschen.
Schlinger, rutsch, hinten und vorne keine Traktion, bremsen so lala, nasse Steine, aufgeweichte Erde, Holz-Treppensteufen, Rundhölzer, Wurzeln und das obligate grobe und lose Geröll unseres "den müssen mir ammal den Vertridern zeigen" Trails der Superlative fordern Tribut. Tribut in Form von Schweiß, Fehlern, heftigen Flüchen aus Wut oder Verzweiflung und, last but not least, in teils heftigen Abgängen, von denen heute niemand verschont bleibt. Den Rekord dabei halte ich selbst, ich schaffe 4 Überschäge, was meiner guten Laune aber keinen Abbruch tut.
Ein paar Fotoschootings, gemeisterten Schlüsselstellen und Blessuren später haben wir gerade mal so ca. 350 Höhenmeter rauf und runter hinter uns, wofür so knapp 3 Stunden draufgegengen sind. Und dabei sind wir auch noch recht fix und foxy. Was für ein Trail!
Dafür hat das abschließende Weizen besonders gut geschmeckt. Und Rene durfte sogar sein völlig verdrecktes Ransom auf Werners Heckträger hängen, statt sich den Autoinnenraum nachhaltig zu versabbern.
Ceterum censeo..., nein ich will nicht Karthago zerstören, nur den Trail möchte ich das nächste Mal dann doch lieber wieder in trockenem Zustand fahren; aber mit diesem Ansinnen bleibe ich, im Gegensatz zu Cato, eh kaum allein.
WEITERE GENIALE BILDER UNTER: http://www.xitrail.com
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